F*** off Love
von Ilana

 

Meine Füße sind warm gewesen, ganz warm, so wie lang nicht mehr. Meine Hand umschloss seine und seine Hand meinen Bauch. Schweiß auf meiner Stirn und ein unerträglich schöner Schmerz im Bauch. Das Leben wie ein Blitz ins Bewusstsein gestoßen, flog in Gedanken durch den Raum.
„Ich liebe Dich“, säuselte ich und zog die Hand näher.
Schweigen.
Keine Reaktion, immer noch das tiefe Atmen neben mir, als hätte ich nie etwas gesagt.
Und der Schmerz wird tiefer und kehrt sich um, wird unerträglich. In diesem Moment weinen, schreiben, boxen.
Bleibt ungesagt.

Als ich aufwache liegst du, schläfst du noch, dein Kopf von mir abgewandt, fühle mich allein. Beim Frühstücken kann ich dir nicht in die Augen sehen. Hände und Füße blau vor Kälte. Dein Tee zieht nicht zu lange und ich sage kein Wort zuviel. Ein Schritt zurück.

Es vergehen Minuten.
Du musst gehen.
Abspülen, wegräumen. Ein ganz normaler Tag.
Stunden.
Heute kein Wiedersehen. Mein Bett ist leer und ich ersticke unterm Teddyarm.
Und Tage und Wochen.

Ohne ein Wort. Oder zwei, drei.
Ich habe nichts gesagt, nicht mehr als nötig, Gefühle eher zeigen als sagen? Macht doch auch viel mehr Sinn.

Ich bin müde gewesen. Und dein Blick war kalt. Was bleibt, wenn auch nichts mehr gezeigt wird.
Es tut so endlos lange weh, wie ein hoher Schrei, der noch Stunden nachhallt. Es ist wie Fallen. Fallen in ein Loch ohne Boden. Fallen, ohne ein Ende zu sehen, immer tiefer und tiefer.

Ich liebe Dich.

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