Freiheit
von oswald Traub (westham)

 

Das folgende Gedicht steht in direktem Zusammenhang mit dem Roman "Wirf nicht deinn Leben auf den Müll. Es wurde original vom Ich-Erzähler des Buches der Original Hannah auf ihre Therapie gesandt. sollte das Buch je veröffentlicht werden, so stellt dieses Gedicht einen der beiden Klappentexte dar, ein weiteres den zweiten.


Freiheit

Du suchtest die Freiheit, du suchtest in Drogen
Doch haben sie dich um dein Leben betrogen
Deine Eltern und Freunde, sie konntens nicht fassen
Doch war es zu spät schon, zu spät, es zu lassen.

Doch was hat die Droge dir wirklich gegeben?
Sie stahl, was du suchtest, zerstörte dein Leben

Die Freiheit, die du wolltest in ihnen finden
Sie ließ deinen Blick für das Leben erblinden.

Zuerst war es schön wohl, das ist ja der Trick
Ein tolles Gefühl erst, man nennt es den Kick
Doch bald war er weg und du musstest es schaffen,
An Stoff ranzukommen, gegen den Affen

Das Gift, es hat dich bald völlig entrechtet,
Erniedrigt, Versklavt, Gequält und Geknechtet
Das Gift war dein Leben und du konntetst nicht wählen
Würdest du´s lassen, es würde dich quälen.

Dein Dealer, dein Freund, so hat er gelogen
Er hat dich sehr schnell in seine Fänge gezogen.
So hat er behauptet, er schenkt dir die Welt
Doch wollt´ er nur eines, dein Leben, dein Geld

Doch dann kam der Tag, an dem hast du gelacht
Der Dealer, das Gift verloren die Macht
Du bist weggegangen, du hast dich entschieden
Du hast laut gerufen, ´lasst mich endlich in Frieden´.

Und jetzt bist du hier, du wirst alles verstehen,
Es gibt wieder Menschen, die hinter dir stehen
Die fest zu dir stehen und dich untertützen
Sie weollen nur eins, deiner Zukunft zu nützen.

Es war erst der Anfang, nur ein Millimeter
Doch dann kam ein Schritt, noch zaghaft, so geht er
Doch nach kurzer Zeit wird der Schritt schon befreiter
Erfolge und Hoffnung sind deine Begleiter

Und bald wirst du springen, nicht einfach nur schreiten
Und meine Gedanken dich immer begleiten
Der Sprung, er wird mächtig, er führt dich ans Ziel
Voran, ja, zur Freiheit, ein großes Gefühl

Du hast-ja, das hast du-die Freiheit gesucht
Doch auf falschen Wegen, du hast sie verflucht
Doch eines, das blieb dir, die Kraft zu entscheiden
Die Wege zu ändern, es war noch beizeiten

Jetzt machst du dich auf, hin zur Freiheit zu gehen
Der Droge, der Knechtschaft stark zu widerstehen
Und wenn gesund bist, ich sags unumwunden,
Dann, Hannah, hast du die Freiheit gefunden

Die Freiheit zu leben, die Freiheit zu lachen
Und das was du willst auch selber zu machen
Die Freiheit, dein Leben auch selbst zu gestalten
Und kein Gift der Welt wird dich davon abhalten

Ja, dann bist du frei, du hast sie gefunden,
Die Freiheit, für die du dich lange geschunden
Hannah, du weisst es, ich hab nie gelogen
Die wirkliche Freiheit ist Freiheit von Drogen


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