Einsperren
von fio na (igby)

 

ich habe nichts zu geben
außer liebe und ein lasterhaftes leben
kleine schäden die ein universum an schandtaten ergeben.
jeden
abend sitz ich da, denk daran wies früher war,
sonnenklares reines gewissen,
so wunderbar nun so beschissen.

ich habe nichts zu geben
keinen masterplan für gutes leben,
ich halte selbst die fäden für mein leben
nicht mehr in der eigenen hand
hab schon seit langem mich verkannt und bin vor mir selbst
und meinen Taten fortgerannt,
doch bleiben sie ungetarnt vor mir und meinem verstand.
kann sie nicht leugnen, kann sie nicht ändern
kann zu ihnen stehen und mich verändern,
an ihnen wachsen, sie nicht ignorieren.
so dass ähnliche faxen nicht wieder passieren.

ich könnte dies und sollte das,
doch leider machts mir keinen spass
kann mich nicht zwingen,
kann meine vernunft auf kein höheres level bringen
so klingen für mich alle worte gleich,
so reich und voll von vorwürfen,
„hier nicht sein und das nicht dürfen“
da macht doch jeder einmal dicht
ich zumeist vergess da meine pflicht
und meine rechte allemal
der wird so schmal der grad,
zwischen der guten und der schreckenstat.

ich habe nichts zu geben
leb doch selbst bloß ein bescheidnes leben
ohne viel wert und ohne viel streben
ich zieh an den puppen
die an ihren fäden kleben
und schließe den schuppen
und so sei mir vergeben.

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